Auf ein Wort: Ihre Bestattungsvorsorge

Wie ist das eigentlich mit der Bestattungsvorsorge? Kann ich ganz genau festlegen und alles rund um meinen eigenen Abschied selbst bestimmen? Das können Sie! Ihre Möglichkeiten sind so kunterbunt wie das Leben – und doch wissen noch zu wenige davon …

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie Bestattungsvorsorge hören? Oder Trauerfallvorsorge? Vielleicht denken Sie: „Welch lange und schwierige Wörter!“ Sie stehen mitten im Leben – finden Sie es daher befremdlich, sich mit Tod und Bestattung zu befassen? Oder haben Sie schon das eine oder andere Mal daran gedacht, wie Ihre Bestattung wohl ablaufen wird, die Gedanken dazu aber immer wieder verworfen?

All das ist völlig verständlich. Doch auch Grund genug, Ihnen eines mit auf den Weg zu geben: Bestattungsvorsorge kann so simpel sein und insbesondere Ihnen selbst das richtig gute Gefühl geben, alles in Ihrem Sinne geregelt zu haben.

Was passt zu mir? Seien Sie kreativ und entwickeln Sie ein paar frische Ideen

Bestattungsvorsorge ist so viel mehr als die bloße Entscheidung darüber, ob Sie in einem Sarg auf dem lokalen Friedhof oder in einer Urne in dem bekannten Bestattungswald beigesetzt werden wollen. Es geht natürlich auch um Erd- oder Feuerbestattung. Vor allem können Sie selbst zum Gestalter Ihres eigenen Abschieds werden und sogar die Stimmung für Ihre Trauerfeier mitbestimmen.

Lassen Sie uns ruhig mal ein paar spannende Fragen aufwerfen: Wie soll die Trauerfeier ablaufen? Sie wollen auf gar keinen Fall, dass Verwandte und Freunde alle in schwarzer Kleidung mit traurigen Gesichtern den Worten eines Pfarrers folgen? Und Sie wollen absolut vermeiden, dass der eine oder andere sich extra noch eine neue schwarze Jacke kauft, nur damit er der Trauer-Etikette entspricht?

Gut! Dann legen Sie doch fest, dass die Trauergäste in den Trikotfarben Ihres Fußballvereins kommen sollen. Dass ein weltlicher Trauerredner nicht einfach Ihren Lebenslauf nacherzählt, sondern über Ihr gelebtes Lebensmotto spricht und über Ihr Talent, die Gulaschkanone und den Weihnachtspunsch für die ganze Dorfgemeinde vorzüglich zuzubereiten. Bestimmen Sie, dass Ihr Abschied nicht traurig sein soll, sondern stattdessen eine schöne Erinnerung daran, das Leben in vollen Zügen zu genießen, Spaß zu haben und viel Zeit mit Menschen zu verbringen, die einem guttun und die man liebt.

Genau so, wie es Ihnen gefällt!

Finden Sie Traueranzeigen deprimierend, in denen die ewig gleichen Trauersprüche oder Bibelverse zu lesen sind? Möchten Sie den Menschen, die auf Ihren Grabstein oder Ihre Urnenplatte schauen, etwas Bedeutendes mit auf den Weg geben? Dann schreiben Sie Ihre Traueranzeige und Ihre Grabinschrift selbst. Finden Sie eigene Worte, mit denen Sie sich identifizieren und die Ihrer Nachwelt etwas mit auf den Weg geben.

Möchten Sie unbedingt die geliebten gelben Lilien als Blumenschmuck, die Sie in Ihrem Garten jedes Jahr genüsslich blühen sehen? Dann wünschen Sie sich doch genau das und bestimmen Sie, dass Ihre Lieblingsblumen Ihren Abschied verschönern. Oder finden Sie, dass das goldene Medaillon, das Ihre Urgroßmutter Ihnen vererbt hat, unbedingt mit auf Ihre letzte Reise gehen soll? Oder doch eher Ihr lederner Kniffelbecher, als Symbol für die vielen Spieleabende, die Sie lachend und freudig mit der Familie verbrachten? Auch das können Sie in Ihrer Bestattungsvorsorge festlegen.

Weniger ist mehr?

Diese Ideen sind Ihnen alle viel zu bunt und ausgefallen? Sie möchten eigentlich nur im Doppelgrab beigesetzt werden, in dem bereits Ihre verstorbene Frau bestattet wurde? Und Sie wollen das Geld für Ihre Bestattung bereits hinterlegen, damit Ihre beiden Kinder nicht finanziell belastet werden? Schöne Idee! Halten Sie in Ihrem Bestattungsvorsorge-Vertrag Ihre Vorstellungen und Wünsche fest und hinterlegen Sie das Geld für Ihre Beisetzung beispielsweise auf einem Treuhandkonto.

Sprechen Sie mit dem Bestatter Ihres Vertrauens und seien Sie mutig, Ihre Wünsche wirklich zu äußern. Selbst wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Vorstellungen zum Ausdruck bringen sollen, geschweige denn zu Papier – gerade dann wird Ihr Bestatter Sie ausführlich zu Ihren Möglichkeiten beraten. Und er kennt die Mittel und Wege, Ihre Anliegen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit umzusetzen.

Wie Sie den richtigen Bestatter finden?

Jetzt fragen Sie sich natürlich, wie Sie denn den Bestatter Ihres Vertrauens finden? Auch das ist kein Hexenwerk. Einen „guten“ Bestatter erkennen Sie beispielsweise an seiner Qualifikation oder an einer aussagekräftigen Website, die klar macht, wofür das Unternehmen steht und welche genauen Leistungen angeboten werden. Ein seriöser Bestatter arbeitet aber allen voran immer transparent und ist Ihnen gegenüber aufgeschlossen. Er hört Ihnen zu, berät Sie ausführlich zu Ihren Möglichkeiten und erstellt Ihnen entsprechend einen aussagekräftigen Kostenvoranschlag. Zudem sollte Ihnen immer freistehen, Angebote zu vergleichen oder sich noch einmal umzuentscheiden.

Am Ende geht es bei der Bestattungsvorsorge immer um Ihr eigenes Gefühl. Tun Sie das, was zu Ihnen passt, was Ihnen und Ihren Lieben guttut. Und lassen Sie sich nicht verunsichern durch vermeintliche Konventionen oder dem Gedanken, dass „man“ etwas so machen müsse.

Stephanie Tamm

Zurück